Neoprenanzug

Ein Neoprenanzug kann auch beim Schwimmen sehr nützlich sein. Zwar lassen sich mit einem solchen Schwimmanzug keine guten Zeiten schwimmen da der Wiederstand im Wasser im Vergleich zu anderen Schwimmanzügen sehr hoch ist doch in Sachen Wärmeschutz ist man mit einem Neopren Schwimmanzug sehr gut bedient.

Der Neoprenanzug wird meist auch noch zum Tauchen benutzt, zwar in einer etwas anderen Ausführung, doch auch zum Schwimmen oder Surfen ist ein Neoprenanzug sehr gut geeignet falls man sich in etwas kältere Gewässer, als nur einem Schwimmbecken im Freiband, bewegt. Durch die gute Dämmung der Währme wird ein Neoprenanzug schon lange nicht mehr nur zum Tauchen verwendet, dieser hat sich schon seit langer Zeit auch im Schwimmsport etabliert.

Warum hält ein Neoprenanzug so warm?
Die wichtigste Eigenschaft ist ja die Isolation der Wärme des Körpers vom Träger. Als der Schwimmanzug in den frühen 1850ern benutzt wurde war dies zwar noch nicht wirklich der Fall doch mittlerweile gibt es auch beim Neoprenanzug sehr viele unterschiedliche Varianten.
Normalerweise hat der Anzug eine Dicke von 2 – 8 mm, und hier erkennt man schon den Nachteil zu einem richtigen Schwimmanzug denn um so dicker der Anzug ist um so breiter ist auch der Schwimmer und dadurch wieder der Wasserwiderstand. Je nach dem was für eine Dicke der Neoprenanzug nun hat wird die Wärme besser oder schlechter Isoliert.

Im Inneren eines solchen Schwimmanzuges werden diverse Materialien verwendet:

  • Frottee
  • Nylon
  • und andere Textilien / Stoffe die nicht zu Hautreizungen führen können

Damit die Wärme perfekt isoliert werden kann ist ein Neoprenanzug sehr eng geschnitten und muss immer perfekt auf der Haut des Trägers anliegen. So erziehlt man die besten Isoliereigenschaften.

Welche Arten von Neoprenanzügen gibt es?
Wie bei einem normalen Schwimmanzug gibt es auch beim Neoprenanzug diverse Ausführungen. Beim Schwimmanzug gibt es ja zum Beispiel einen Ganzkörperanzug oder nur einen Shorty. Anders als beim normalen Schwimmanzug bekommt man aber bei einem Ganzkörperneoprenanzug aber wirklich einen Ganzkörperanzug. Je nach dem hat dieser auch eine Art Kapuze bzw. Haube welche auch noch den gesamten Kopf vor der Kälte schützen. Einzig die Füße und das Gesicht sowie die Hände sind dann noch freigelegt. Auch der Hals ist so optimal geschützt. Desweiteren gibt es auch noch einen Ganzkörperanzug der jedoch vor dem Kopf aufhört. Mit einem solchen Anzug wird auch der ganze Körper bis auf den Kopf, die Hände und die Füße geschützt. Auch über den Hals ist bei diesem Anzug eine schützende Schicht.

Wichtig sind vor allem noch Handschuhe und Füßlinge, Füßlinge sind in diesem Fall wie Socken eben nur aus Neopren gefertigt. Diese beiden Sachen helfen dann noch dabei so gut wie den ganzen Körper zu isolieren.

Die meistverbreiteten Arten der Neoprenanzüge:

Nassanzug

Der am weitesten verbreitete Neoprenanzug den man bei den meisten Sportgeschäften auch kaufen kann ist der Nassanzug. Zwar hält der Nassanzug das Wasser vom Körper fern und isoliert auch die Wärme des Körpers doch durch die Reisverschlüsse am Anzug selbst kann es dazu kommen dass Wasser eindringt. Zwar ist das bei Modernen Nassanzügen eine sehr geringe Menge doch möglich ist es. Desweiteren kann das Wasser aber auch noch an den Hand- und Fussöffnungen eindricken.
Doch eine sehr gute Eigenschafft hat der Nassanzug genau deshalb. Durch das, wenn auch meist geringe, eingedrungene Wasser verspürft man zwar erst ein mal ein wenig Kälte doch mit der Zeit wird eine rege Zirkulation zwischen der Haut und dem Neoprenanzug geschaffen wodurch die Wärmeisolation noch besser funktioniert. Voraussetzung dafür ist natürlich dass nicht alle paar Sekunden Wasser eindringen kann.

Obwohl dieser Neoprenanzug am weitesten verbreitet ist eignet er sich nicht unbedingt für sehr kalte Gewässer. Dazu sollte man dann schon besser einen Feuchtanzug oder gar einen Trockenanzug nutzen.

Feuchtanzug

Zwar ist der Nassanzug sehr weit verbreitet doch für Schwimmer ist der Feuchtanzug auf jeden Fall die bessere Wahl. Im Gegensatz zum Nassanzug findet man an einem Feuchtanzug keine Reisverschlüsse. Dadurch ist es zwar schwerer den Anzug an zu ziehen doch es dringt dadurch auch wesentlich weniger Wasser ein. Desweiteren haben die meisten Feuchtanzüge auch noch einen Gummizug bei den Handgelenken sowie beim Sprunggelenk. Dadurch wird auch an diesen beiden wichtigen Stellen das Eindringen von Wasser minimiert. Die meisten Feuchtanzüge liegen auch noch enger an der Haut des Trägers an und somit wird dem Wasser, das eindringen würde, fast kein Platz gegeben um sich auszubreiten. So schafft man es mit einem Feuchtanzug wirklich nicht mehr als nur “Feucht” zu werden.

Halbtrockenanzug

Der Halbtrockenanzug funktioniert eigentlich von der Ausstattung her wie ein Feuchtanzug. Ob Halbtrockenanzug oder Feuchtanzug, das Ergebnis ist bei beiden, wenn man diese beiden Anzüge tragen würde, das selbe.

Trockenanzug

Wie man aus dem Namen dieses Anzuges schon entnehmen kann, bleibt der Körper mit einem Trockenanzug auch wirklich trocken. Bei diesem Anzug spricht man aber nicht mehr von einem Schwimmanzug denn mit diesem wäre es fast unmöglich richtig zu schwimmen. Freilich kann man normal damit Schwimmen doch die Funktion eines richtigen Schwimmanzuges wird durch einen Trocken-Tauchanzug nicht mehr erfüllt. Anders als beim Feuchtanzug sowie Nassanzug oder Halbtrockenanzug hat dieser Tauchanzug befestigete Füßlinge. Dadurch kann theoretisch nur noch Wasser an den Handgelenken oder am Hals eintreten. Doch dagegen bietet der Trockenanzug auch etwas.

Desweiteren wird ein Trockenanzug auch nicht mehr aus Neopren gefertigt sondern aus anderen Gummimaterialien die wirklich 0% an Feuchtigkeit durchlassen. Somit ist aber auch keine Zirkulation mehr möglich.